Heute ist auf RTL die erste Folge von X Factor in Deutschland gestartet. Die Erwartungen von mir und auch anderen TV-Bloggern waren im Vorfeld groß was RTL und VOX aus diesem, im Ausland sehr erfolgreichen Showformat, machen.
Um nicht alles doppelt und dreifach zu schreiben, was sowieso schon zu oft im Internet zu finden ist, verweise ich euch für weiter Hintergründe und Informationen zu dieser Musik-Casting-Show rüber zu tvundso!
Auftritte der Show am 20.08.
Gleich beim ersten Kandidaten der im Fernsehen gezeigt wurde, Anthony Thet aus Berlin, der zu Michael Jacksons Man In The Mirror Gitarre spielte und sang, bekam sowohl sein Papa wie auch Jury-Mitglied Sarah Connor Tränen in den Augen. Ganz sympathischer Kandidat der verdient ins “Bootcamp” (die nächste Runde) geholt wurde.
Die selbstbewussten Zwillinge Alina und Emilia Wellbrock (”Exotica”) haben laut eigener Angaben ihren Künstlervertrag gekündigt um bei X Factor About a Girl von den Sugababes zu singen. Hat halt nicht so gut geklappt. Doch trotzdem sorgten sie mit diesem gesamten “Auftritt” (”Meine Mutter wurde beleidigt!”) gleich für eine Menge Unterhaltung. Verabschiedeten sich noch bevor die Jury ihnen die Entscheidung mitteilen konnte.
Der rockige Sven Merckel, “Tresenschlampe” aus Hamburg, überraschte positiv mit seinem Auftritt. Er sang seinen Titel sehr emotional und erhielt sogar vier Ja-Worte. Nach seinem Auftritt hielt er nämlich um die Hand seiner Freundin an.
Im Vorstellungsvideo von Pino Geysen, einem derzeitigen Stadtsekretäranwärter, wurde total unnötig auf die Tränendrüse gedrückt (bekannt aus: DSDS). Er sang eine ganz eigene Interpretation von Gnarls Barkleys Crazy. Er isn ganz lockerer Typ. Könnte es weit bringen.
Als nächster Act: Drei Gospel Mädels. Sie nennen sich Predestination und singen richtig gut. Kommen in die nächste Runde
Wow! Marc Philipps, der nächste Kandidat, ist ein richtig mutiger! Er singt auch eine ganz eigene Interpretation. David Bowie – Life on Mars hat er sich ausgesucht. Die Jury rät ihm jedoch mit dem singen aufzuhören und stattdessen sich der Schauspielerei weiter zu widmen.
*** Schnelldurchlauf mit einigen Kandidaten die weiter kommen ***
Sarah Conner wird in einem Video vorgestellt. Die Frau, die schon seit vielen Jahren in der Öffentlichkeit lebt und sogar im Fernsehen geheiratet hat, wird halt noch mal vorgestellt. Oh je! RTL, ihr habt ein merkwürdiges Publikum.
Zwischenfazit: Allgemein sind es mir persönlich dann doch etwas zu viele Einspieler. Klar, ein neues Showformat muss erst mal erklärt werden, aber in einer Musik-Casting-Show sind die Kandidaten und deren Können primär von Interesse. Polarisation, Tränen und Drama bringen vielleicht Quote und 14-jährige zum Anrufen der Hotline, aber wie viel davon nachhaltig ist, sieht man daran, dass Superstar Mehrzad Marashi seine aktuelle Tour (die ERSTE!) absagen musste. Grund: Nachfrage zu gering!
Es geht weiter: Mario Loritz ist ne bemitleidenswerte Person. Dies wird natürlich von RTL ausgeschlachtet. Schade! Sein Gesang ist total klasse! Sein Outfit jedoch passt null. Im Camp bitte ordentlich ankleiden lernen!
Nazumi findet deutsche Männer ganz toll. Nazumi ist eine 22-jährige Japanerin die vermutlich nun auch von einigen deutschen Männern angehimmelt wird. Sie performte im Kimono auf der Bühne ein japanisches Lied und enterte gemischte Kritiken von der Jury. Wird vermutlich in den nächsten Runden stark polarisieren. Sowohl die Jury als auch das (TV-)Publikum.
Der blonde Hendrik singt von den Plain White T’s den Song Hey There Delilah. Trifft irgendwie nicht so wirklich die Töne. Sarah Conner ist jedoch begeistert. Bei der Entscheidung ist sich die Jury uneins, lässt ihn aber gerade so in die nächste Runde. #hättenichtseinmüssen
Drama bei Joana, der nächsten Kandidaten der Show. Nicht nur im Vorspieler wo sie von ihrer schweren Kindheit (”falsche Freunde, Drogengeschichten”) erzählt sondern auch auf der Bühne. Sie singt Too lost in you von den Sugababes und bricht mittendrin ab. Fängt sich nach einer kurzen Pause wieder und singt weiter. Nach der Performance weint dann auch noch Sarah Connor. Ob sie weiterkommt, wird erst in der morgigen Show verraten.
Kurzfazit
Wie bereits im Zwischenfazit erwähnt, sind es mir zu viele Einspieler und zu viel Show – Die Musik kommt leider zu knapp. Potential hat die Sendung aber definitiv. Die Jury ist bis auf Sarah Conner zumindest gut. Momentan ist die Sängerin aus Delmenhorst für mich DER X-Factor, der die Show noch zum Kippen bringen kann. Jochen Schropp ist der bessere Marco Schreyl und darf bitte mehr gezeigt werden, als beim Anmoderieren der Quizfrage.